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Auftakt nach Maß

Kanusport ein Sommersport? Nicht unbedingt. Denn schon im Winter wird der Grundstein für die neue Saison gelegt. Für die zehn bis 14-jährigen SportlerInnen aus den Altersklassen Schüler A und B heißt das hauptsächlich Training im allgemeinen Athletik- und Ausdauerbereich, ehe im Frühling wieder ins Boot gestiegen wird.

Der alljährliche Athletikwettkampf in Mannheim am 17.03.2018 bot daher eine gute Gelegenheit für eine kleine motivierte Auswahl von sechs SportlerInnen aus der Nachwuchs-Trainingsgruppe zu zeigen, wie gut sie sich im Kraftraum und der Turnhalle vorbereitet hatten. Da bei den überregionalen Meisterschaften als zusätzliche Disziplin für die Schüler der Kanumehrkampf mit den Teildisziplinen Paddeln, Laufen und zwei Athletikübungen existiert, war der Wettkampf auch ein Gradmesser für diese kommenden Wettbewerbe. Für den obligatorischen 1500m-Lauf und alle weiteren Übungen sind Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Schnellkraft und Willenskraft unverzichtbar für gute Ergebnisse.

Nach erst kurzer Vereinszugehörigkeit errang Ricarda Juch (SchB AK10) bei ihrem ersten Einsatz im Trikot der KG München gleich einen hervorragenden 3. Patz, der alle überraschte.

Oscar Pelaez-Garcia erkämpfte sich ebenfalls einen bewundernswerten 3. Platz in einem der stärksten Teilnehmerfelder des Wettkampfes (SchA AK13) und belohnte sich damit für seine fleißige Trainingsarbeit.

Lilly Dittmar (SchB AK12) war klar mit dem Ziel angereist, ihren Titel aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen und zeigte wieder einmal, wie außergewöhnlich ihre athletischen Fähigkeiten sind. Nach packendem Kampf und mit nur einem winzigen Abstand von einem Punkt gewann jedoch dieses Jahr ihre Dauerkonkurrentin aus dem gastgebenden Verein und verwies Lilly auf den 2. Platz.

Auch die drei anderen Sportler aus der Trainigsgruppe kämpften mit großem Einsatzwillen, doch neben dem fehlenden Quäntchen Glück schlugen hier und da noch krankheitsbedingte Defizite zu Buche. Trotzdem erreichten alle weiteren AthletInnen gute Platzierungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten:

Leni Gruner, Platz 9 (AK 13)

Pelayo Lopez-Perez, Platz 11 (Ak13)

Feliksas Putrius, Platz 22 (AK13).

Ein großer Dank geht an Vajdas Putrius, der mir eine große Hilfe als Ansprechpartner für die Sportler, Fotograf und Fahrer war.

Bayerische Meisterschaften 2017

Der Wettkampf kommt nach München

Die Bayerischen Meisterschaften fanden dieses Jahr an der Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim statt und wurden von der Kanu Gemeinschaft München ausgerichtet.

Die Rennergebnisse der Meisterschaft zum Download: Ergebnisse

Süddeutsche Wildwasser Meisterschaft

Münchner Kanuten zeigen Überlegenheit

Bereits sehr früh im Jahr stand für zwei Münchner SportlerInnen der erste große Wettkampf auf dem Programm. Vom 8. bis 9. April fand die Süddeutsche Meisterschaft im Wildwasser Rennsport auf der Ilz bei Passau statt. Für Julie Gruner und Marc Orth, welche beide normalerweise auf dem flachen Wasser im Kanurennsport zuhause sind, war das eine gute Gelegenheit, die Frühform zu testen und Härte für die bevorstehenden Rennsport Regatten zu bekommen. Dass beide auch im Wildwasserboot eine gute Figur machen, konnten sie im Winter jeweils mit dem Gesamtsieg des bayrischen Wintercups beweisen. Dabei handelt es sich um eine dreiteilige Rennserie, welche während des Winters auf unterschiedlichen Flüssen ausgetragen wird. Im Wildwasserrennsport werden im Allgemeinen zwei Strecken gefahren. Die Classic Distanz über acht bis 20 Minuten und der etwa einminütige Sprint, beide im Einzelzeitfahren auf einem Wildwasserfluss. Bei sonnigem Wetter und durch vorangegangene Regenfälle etwas wuchtigeren und technisch anspruchsvolleren Wasserstand als gewöhnlich konnte man durchaus von optimalen Wettkampfbedingungen sprechen. Da das Rennen für FahrerInnen der Altersklasse Junioren und Herren/Damen in diesem Jahr auch gleichzeitig als Qualifikation für die Europameisterschaften gezählt wurde, waren die besten Sportler aus ganz Deutschland sowie eine kleine tschechische Delegation angereist.

Julie Gruner beim Classic Start

Für Marc Orth und Julie Gruner (links im Bild) ging es jedoch darum, sich gegen die starke süddeutsche Konkurrenz zu behaupten. Im ersten Rennen über die Classic Distanz zeigte Gruner als Wildwasserneuling eine super Leistung. Lag sie auf der ersten Streckenhälfte noch auf Medaillenkurs, so musste sie im technischeren zweiten Teil ihrer fehlenden Erfahrung Tribut zollen und fiel auf den fünften Platz zurück, jedoch mit nur 7 Sekunden Abstand zum geteilten Bronzerang. Dass sie damit aber immer noch schnellste bayrische Fahrerin war, unterstreicht noch einmal das tolle Resultat. Dass am Tag darauf im Sprintrennen einiges nicht nach Plan lief und zum Schluss ein neunter Platz zur Buche stand, ließ sich danach allerdings gut verkraften. Wenn Marc Orth vor dem Wettkampf gefragt wurde, wie er seine Chancen einschätzte, so traute er sich bei einem guten Rennen schon zu, um die Medaillen mitzufahren. Was er allerdings in der Classic und im Sprint ablieferte, übertraf alle Erwartungen. Sensationell gewann Orth den Sprint ganz kanpp mit einer halben Sekunde Vorsprung vor seinen Konkurrenten aus Wiesbaden und Brühl. Derart beflügelt setzte er in der Classic sogar noch einen oben drauf. Nach einem fulminanten Rennen und einer tollen Fahrlinie durch das Wildwasser betrug sein Vorsprung im Ziel über zehn Sekunden.

Marc Orth, neuer zweifacher Süddeutscher Meister

Eine derartige Demonstration der Stärke hatte niemand erwartet und die Freude war dementsprechend riesig über den zweiten Süddeutschen Meistertitel. Zudem qualifizierte sich Orth (rechts im Bild) damit auch noch für die Deutsche Meisterschaft Ende Mai, für die er mit einer solchen Leistung durchaus als Geheimfavorit gehandelt werden kann. Bei den Herren schaffte der für den KK Rosenheim startende Münchner Kanute Nico Paufler die Sensation. In seinem ersten Jahr und als jüngster Fahrer in der Herrenklasse gewann er nach einer unglaublichen Leistung deutlich das Classic Rennen und qualifizierte sich somit für die Europameisterschaft in Mazedonien. Ein toller Saisonstart für die Münchner Kanusportler und große Vorfreude auf die kommenden Wettkämpfe - so lässt sich das Wochenende im bewegten Wasser gut zusammenfassen.

Mit dem Kajak um die Welt

Nico Paufler trumpft international groß auf

Wenn man den derzeit erfolgreichsten Münchner Kanuten Nico Paufler fragt, was sein Geheimnis ist, wirkt er ganz abgeklärt und spricht von gutem Training und mentaler Stärke. Ganz ruhig und auf dem Boden geblieben wirkt er dabei. Selbstverständlich ist das nicht für einen 18 Jährigen. Schließlich gewann Paufler im vergangenen Jahr so ziemlich Alles und zeigte dabei vor allem seine Vielseitigkeit. So wurde er Deutscher Meister im Kanu-Marathon, nahm in dieser Disziplin an Europa- und Weltmeisterschaft teil, wurde im Wilwasser-Rennsport Weltmeister und gewann das Marathon-Rennen der World Classic Series in Tschechien. Aber gerade diese Erfolge haben ihm dabei geholfen, reifer zu werden, mit den gewonnenen Erfahrungen zu punkten und noch härter an sich zu arbeiten um weitere Siege feiern zu können. Der erste Höhepunkt in diesem Jahr war die Europameisterschaft im Kanumarathon vom 30.06.-03.07, welche in Pontevedra in Spanien stattfand. Paufler sicherte sich nach erfolgreicher Titelverteidigung bei den Deutschen Meisterschaften den einzigen Startplatz für Deutschland in der Juniorenklasse. Kanu Marathon ist eine Disziplin im Kanusport, bei welcher je nach Altersklasse zwischen 21,5 und 30 Kilometern zurückgelegt werden müssen. Gefahren wird in einem Rundkurs, bei welchem nach jeder Runde eine Portage bewältigt werden muss. Dabei muss ausgestiegen und eine Strecke von etwa 200 Metern zu Fuß mit dem Boot in der Hand gerannt werden. Am frühen Nachmittag ging es für die Junioren auf die Strecke über 21,5 Kilometern. Vom Kommentator wurde Paufler bereits vom Beginn an als einer der Fahrer ausgemacht, auf die man durch ein Auge haben sollte, da er als einer der einigen Starter bereits im vergangenen Jahr international gefahren ist. Und tatsächlich konnte Paufler diese Erfahrung früh nutzen. Er behauptete sich nach einem starken Start im großen Feld der schnellsten Marathon-Kanuten Europas und hielt den Kontakt zur Spitze.

Dreiergruppe

Nach der ersten Wende des Rundkurses schaffte er es mit zwei weiteren Fahrern, Bálint Bazsonyi aus Ungarn und Luis Ferreira aus Portugal, sich vom Rest des Feldes abzusetzen (rechts im Bild). Taktisch hervorragend arbeitete diese Dreiergruppe von nun an, um den Abstand zu den Anderen stetig zu vergrößern. Schnell zeigte sich, dass alle drei Fahrer ein ähnliches Streckentempo besaßen, welchem niemand folgen konnte. Während Paufler besonders bei den Portagen Stärke zeigte und schneller lief als seine beiden Konkurrenten, waren diese bei gelegentlichen Sprints ein bisschen schneller. Als eineinhalb Runden vor Schluss der Abstand auf die erste Verfolgergruppe über drei Minuten betrug, wurde der taktische Waffenstillstand zwischen den drei Führenden aufgehoben und sie begannen nun verstärkt nach ihrem eigenen Vorteil zu suchen. Bis kurz vor die letzte Portage konnte sich allerdings niemand absetzen.

Portage

Portage

Nach der letzten Wende verlor Paufler jedoch nach einem taktischen Fehler durch einen Sprint Bazsonyis den Anschluss an die anderen beiden. In der letzten Portage konnte sich der Ungar auch von dem Portugiesen absetzen, während Paufler immerhin zu Letzterem den Anschluss wieder herstellen konnte, bevor es auf den letzten entscheidenden Kilometer ging. Hier versuchten beide Sportler noch einmal alles, um den führenden Fahrer noch zu stellen, aber dessen Abstand erwies sich als zu groß. Die Aufholarbeit stellte sich zum Ende hin als zu kräftezährend heraus und Paufler wurde im Schlusssprint von Ferreira ganz knapp geschlagen. Die Freude über den dritten Platz und die starke gezeigte Leistung waren ihm im Ziel deutlich anzumerken. Als er dann auf dem Siegerpodest geehrt wurde und die Bronzemedaille umgehängt bekam, kam er nicht mehr aus dem Lächeln heraus. Besonders stark ist Pauflers Bronzemedaille einzuschätzen, da es sich um das einzige Edelmetall der deutschen Herren-Mannschaft handelt. Für Nico Paufler richtet sich jetzt erst einmal der Fokus auf die Europameisterschaft Mitte Juli in seiner zweiten starken Kanudisziplin Wildwasser Rennsport. Danach steht Mitte September die Heim Weltmeisterschaft im Kanu Marathon in Brandenburg an der Havel an. In seiner aktuellen Verfassung ist Nico Paufler auch hier ein Anwärter auf eine Medaille. Wir würden es ihm auf jeden Fall wünschen.

Süddeutsche Meisterschaften 2016 München

Münchner Kanuten demonstrieren neue Stärke

Wenn man Marco Paufler, den Cheftrainer der Kanu Gemeinschaft München, nach seiner Prognose für die anstehenden Süddeutschen Meisterschaften fragte, hielt dieser sich bedeckt. Natürlich wusste er über die gute Form seiner Sportler und Sportlerinnen Bescheid. Wie diese aber im Vergleich mit den besten Kanuten Süddeutschlands abschneiden würden, das war die große Frage. Zumindest waren die Münchner im Heimvorteil, da der Wettkampf auf ihrer Trainingsstrecke, der Regattaanlage Oberschleißheim ausgetragen wurden. Insgesamt gingen 53 Kanuten aus allen Altersklassen für die KG München an den Start. Hinzu kamen mit Nico Paufler und Ferdinand Dittmar zwei Münchner Legionäre, die statt dem roten Trikot das Grüne der Rheinbrüder Karlsruhe tragen, aber trotzdem nach Pauflers Trainingsplan an der Regattastrecke in Oberschleißheim trainieren und hier ihre Wurzeln haben. Am zweiten Juliwochenende kämpften insgesamt 1250 Sportler aus fünf Bundesländern für drei Tage um Erfolge, Medaillen und Titel auf unterschiedlichen Distanzen und in verschiedenen Bootsklassen.

Lilly wird Süddeutsche Meisterin

Den Anfang machten dabei die Jüngsten. Lilly Dittmar (rechts im Bild) holte sich in der Altersklasse der 10 Jährigen den Süddeutschen Meistertitel im Kanumehrkampf (KMK). Und als ob das noch nicht genug war, gewann sie zudem die Bronzemedaille über 1000m. KMK ist eine nur für Sportler unter 14 Jahren bestehende Disziplin, bei der der vielseitigste Teilnehmer gesucht wird. Es zählt eine Gesamtwertung aus Sprint- und Mittelstrecke beim Paddeln, sowie drei Athletik-Übungen. Den Medaillensatz der Dittmar Schwestern komplettierte die zwei Jahre jüngere Carla mit Silber, ebenfalls im KMK.

Nico Paufler und Ferdinand Dittmar

In der Schüler-A beziehungsweise Junioren-Klasse ließen Ferdinand Dittmar sowie Nico Paufler (links im Bild) ihren Konkurrenten keine Chance. Paufler trat dabei jedoch lediglich auf ausgewählten Strecken an, da er aufgrund einer Grippe nicht vollständig fit war. In unwiderstehlicher Manier gewannen beide Ausnahmeathleten nicht nur ihre Einzelstarts im K1, sondern auch in den Bootsklassen K2 und K4, zusammen mit ihren baden-württembergischen Teamkollegen. Paufler wurde somit Süddeutscher Meister im K1 und K2 über 1000m, Dittmar in allen Bootsklassen über 500m, im K1 1000 und im K2 5000m.

Bei den Damen Junioren holte Lisa Köstle über 200m im K1 die Bronze-Medaille. Über die gleiche Distanz schlug sie mit ihren Kolleginnen der Renngemeinschaft Bayern die gesamte Konkurrenz und wurde Süddeutsche Meisterin im Vierer-Kajak, genau so wie im K4 500m. Für Überraschungen sorgten der Juniorenfahrer David Orbán und die einzige Münchner Starterin in der Damen Leistungsklasse Linda Szabo. Orbán zeigte über die 5000m im Einer ein couragiertes Rennen, hielt nach einem guten Start lange Anschluss an die Spitzengruppe und jubelte im Ziel über die Bronzemedaille. Szabo, deren Rennen im K1 nicht ganz nach Plan verliefen, hatte noch einen weiteren Start im K4 der weiblichen Bayernauswahl. Über ihre eigentlich schwächere 200m Sprintstrecke nahm sie sich mit ihren Kolleginnen Verena Schmidt, Sarah Winter (beide DRC Neuburg) und Jessica Schwab (WSG Kleinheubach) viel vor. Zusammen setzten sie diese Pläne dann auch in einem Rennen, bei dem jeder Schlag passte, in die Tat um und holten Gold vor den Booten des Landesverbands Baden-Württemberg. Weitere Medaillen gewannen die LK Herren der KG München. Trotz guter Leistungen und zahlreichen Titeln bei den Bayrischen Meisterschaften im vorherigen Monat galten als Favoriten die Mannschaften aus Baden-Württemberg, gespickt mit Nationalmannschaftsathleten und einem Olympioniken. Nachdem Benno Berberich, Maximilian Karlstetter, Matthias Schmidt und Carlos Hünteler im K4 1000m (rechts im Bild) im Schlusssprint noch knapp geschlagen auf den vierten Platz kamen, legte man die Enttäuschen relativ schnell wieder ab. Motiviert durch seinen, im K1 500m, erreichten Platz im Finale und der damit verbundenen Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft ging Karlstetter gemeinsam mit seinem Zweierpartner Berberich im K2 1000m an den Start. In perfekter Harmonie lieferten sich beide ein spannendes Rennen gegen die Besatzungen aus Karlsruhe und Schwörstadt und holten letztendlich mit großem Vorsprung auf den Rest des Feldes die Bronzemedaille. Erneut Bronze gewann Karlstetter im K2 5000m, dieses Mal mit Carlos Hünteler.

Herren K4

24. Internationale Hofregatta im Kanusprint 2015

Szabo, Böhme und Golletz in Hof.

Kalt aber Geil. So lautet das offizielle Motto der Internationalen Hofregatta im Kanusprint am Quellitzsee. Denn bei in den vergangenen Jahren oftmals frostigen Temperaturen und teilweise sogar Schneefall treffen sich bei diesem Wettkampf über 1000 Kanuten aus vier verschiedenen Ländern traditionell zum Saisonabschluss, um die besten Sprinter über die 200m Strecke zu ermitteln. Obwohl zahlreiche Weltmeister und Nationalmannschaftsfahrer für starke Konkurrenz und begeisternde Rennen sorgten, stand durchaus auch der Spaß im Vordergrund. Bei der 24. Austragung dieses Wettkampfs vom 19. bis 20. September waren erstmals auch vier Sportler der Kanu Gemeinschaft München am Start. Niklas Böhme, Linda Szabo, Peter Diecke und Sebastian Golletz zeigten, dass Qualität vor Quantität steht und überzeugten bei ihren Rennen.

Szabo und Böhme in Hof.

Böhme, der für seinen Wettkampfverein KS Friedrichshafen an den Start ging, holte nicht nur mit der Sprintstaffel Gold, sondern gewann mit seiner Mannschaft auch das schnellste Rennen der Regatta, den K4 der Herren Leistungsklasse. Im gleichen Rennen fuhr auch Sebastian Golletz als Gastfahrer mit dem zweiten Boot aus Friedrichshafen auf einen starken 7. Platz. Im K2 schlug Böhme zudem mit seinem Partner Jürgen Schüle im vereinsinternen Duell den Weltcupgewinner und WM Teilnehmer Martin Schubert. Im K4 mixed beider Geschlechter holte er zudem noch eine Silbermedaille und komplettierte seinen Medaillensatz mit einem starken dritten Platz im K1. Zusammen mit der Juniorenfahrerin Linda Szabo wurde er zudem fünfter im K2 mixed. Szabo, eigentlich Langstreckenfahrerin, wurde im Finale im Einer überraschend 7. und zeigt ihr durchaus vorhandenes Sprinttalent mit einem 4. Platz als Gastfahrerin in der Staffel des DRC Neuburgs und einem 5. Platz im K4.

Szabo und Böhme in Hof.

Die Erfolge dieser Regatta und der Regatten der gesamten vergangenen Saison wurden abends gebührend im Partyzelt gefeiert. Und auch wenn das Wetter dieses Jahr mit Sonnenschein und warmen Temperaturen nicht mit dem ersten Teil von „Kalt aber Geil“ übereinstimmte, so war es doch ein super Wettkampf und ein toller Saisonabschluss. Bis zum nächsten Jahr!

Süddeutsche Meisterschaften 2015 Mannheim

Sportler der Kanu Gemeinschaft München auf der Erfolgswelle

Medaillen für Münchner Kanuten auf der Süddeutschen Meisterschaft

Maximilian Karstetter

Volle Konzentration. Fokussieren auf jeden Start. Anspannung, Anstrengung, Schweiß, Tränen und Jubel. Nach monatelanger Vorbereitung standen jetzt die Momente der Entscheidung an. Bei der Süddeutschen Meisterschaft im Kanurennsport vom 10. bis 12. Juli auf einem Rheinarm im Mannheimer Stadtteil Sandhofen wurde den Sportlern der KG München für drei Tage alles abverlangt. Beim Kräftemessen der besten Kanusportler Süddeutschlands gingen sechs Kanuten der KG München an den Start, teilweise jedoch als „Legionäre“ für andere Vereine. Der Grund dafür ist, dass oftmals im Heimverein Partner für Mannschaftsboote oder auch Förderung durch den Verband fehlen. Nico Paufler (Rheinbrüder Karlsruhe), Maximilian Karlstetter und Niklas Böhme (beide Kanu Sport Friedrichshafen) starten für den Baden-Württembergischen Kanuverband und zeigten sich bei den Titelwettkämpfen als Leistungsträger ihrer Wettkampfvereine. Karlstetter und Böhme starteten in der Herren Leistungsklasse über die Sprint- und Mitteldistanzen. Karlstetter, der mit einem vierten Platz über die Königsdistanz der 1000m im K1 sein selbst gestecktes Ziel von einer Medaille um einen Wimpernschlag noch verfehlte, konnte den Frust jedoch in Energie umwandeln und triumphierte bei seinen weiteren Rennen. Drei Vizemeistertitel erkämpfte er sich mit Wut im Bauch im K4 und im K2 mit seinem Partner Viktor Bruhn (KG Stuttgart) bei starker Konkurrenz über 1000m und im K2 über 5000m zusammen mit Niklas Böhme. Böhme holte im K1 über die 200m Distanz noch eine Silbermedaille und wurde im K4 und K2 über die gleiche Strecke bei den schnellsten Rennen des Wettkampfs zweifacher süddeutscher Meister. Dominanz auf ganzer Linie!

Niklas Boehme

Süddeutscher Meister in der hart umkämpften Juniorenklasse wurde Nico Paufler, zusammen mit Jan Bechtold (Rheinbrüder Karlsruhe) im K2 über 5000 m. Er sammelte zudem zwei Silbermedaillen im K2 und K4 über 1000 m. Darüber hinaus sicherte er sich durch die Endlaufteilnahmen im K1 über 500 m und 1000 m die Startberechtigung für die Deutschen Meisterschaften. Im letzten Rennen der Regatta sorgte Matthias Schmidt im KGM-Dress mit seinem Erfolg für eine hundertprozentige Medaillenquote beim einzigen Start für seinen Heimatverein. Im K1 über 5000m der Herren LK holte er die Bronzemedaille und rundete eine äußerst erfolgreiches Wochenende für die Kanugemeinschaft München ab, da ebenso die Sportler Marc Orth (Schüler B), Linda Szabo und David Orban (beide Jugend) weitere Top Ten Plätze holten. Nächste Station ist die Deutsche Meisterschaft vor heimischer Kulisse an der Regattastrecke Oberschleißheim. Hier hängt die Messlatte deutlich höher – ambitioniert sind die Ziele der Münchner Sportler trotzdem.

 

Bayerische Meisterschaft 2015

Glänzendes Wochenende für KG München

Kanuten trumpfen bei den Bayerischen Meisterschaften groß auf

Am letzten Juniwochenende fanden in Coburg auf dem Main die Bayerischen Meisterschaften im Kanurennsport statt. Zwei Tage, die sich aus Münchner Sicht nur mit mehreren Worten beschreiben lassen. Zum einen: Durchwachsen. So war zumindest das Wetter. Mussten am Samstag die Sportler noch mit Regenschauern und einem aufziehenden Gewitter kämpfen, strahlte am Sonntag die Sonne. Zum anderen: Glänzend. Das waren die Auftritte der Sportler der Kanu-Gemeinschaft München und dementsprechend auch die Stimmungslage in der Mannschaft. Von den zehn Athleten und Athletinnen dürfen sich nun sieben Bayerischer Meister nennen. Alle KGM Sportler gingen dabei in der Leistungsklasse an den Start, in der sich die besten Kanuten ab 19 Jahren messen.

Die KG München zeigt Stärke (hier v.l.: Sebastian Getz, Sebastian Schneck)

Dass die Kanu-Gemeinschaft München, obwohl erst im Januar gegründet, hier das Maß der Dinge im bayrischen Kanusport ist, verdeutlichen die Erfolge. Durch souveräne Vorlaufauftritte wurden die Finals fast zu Vereinsmeisterschaften. Die roten Trikots der Münchner dominierten und nur hier und da waren anderen Farben zu erkennen.. 16 Medaillen wurden über die 200, 500 und 5000 Meter Strecke allein im K1 oder in den Mannschaftsbooten zu Zweit oder Viert im K2 beziehungsweise K4 gesammelt. Vor allem über die Sprintstrecke der 200m und die 5000m Langstrecke waren die Münchner fast nicht zu schlagen. Hier wurde nach zuvor jeweils drei gewonnenen Silber- und Bronzemedaillen über 500m groß aufgetrumpft.

Über die lange Distanz fuhren im K2 der Herren Leistungsklasse Francisco Pastoriza mit Sebastian Getz und Simon Harscheidt mit Sebastian Schneck hinter dem siegreichen Boot der Konkurrenz auf die Plätze zwei und drei. Im K1 über die gleiche Strecke war dann das komplette Podium mit Sportlern in roten Trikots belegt. Thomas Hölscher holte den ersten Titel dieser Meisterschaft nach München, vor seinen Vereinskameraden Matthias Schmidt und Simon Schneider. Bei den abschließenden Sprintrennen am Sonntag waren die an der Regattastrecke in Oberschleißheim trainierenden Kanuten dann unschlagbar. Nachwuchstrainerin Anke von Seck erreichte hierbei, abgelenkt von ihrer eigentlichen Tätigkeit, einen zweiten Platz im K1 der Damen Leistungsklasse.

Die schnellsten Herren Bayerns: Hofner mit von Seck (blaues Boot) vor Schneck/ Getz

Ein Doppelsieg im K2 durch die Sprint Asse Julius Hofner mit Richard von Seck vor dem Paar Getz/Schneck spricht hier für sich. Zum Schluss gewann KG München noch das schnellste Rennen des Wochenendes, den K4-Sprint der Herren souverän mit der Besetzung Hofner/Schneck/Getz/Schmidt. Insgesamt bestätigten die Ergebnisse das monatelange Training und hinterließen nicht nur zufriedene Sportler sondern auch eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit der verantwortlichen Trainer Anke von Seck und Marco Paufler. Klasse Training, gute Ergebnisse – die Zukunft der KGM sieht glänzend aus.